BoulderCUP 2019

Hochspannung und tolle Stimmung beim BoulderCUP

hier gehts zu den Ergebnissen im Detail - bitte die Reiter am unteren Rand beachten
und
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Wir haben das tolle Wetter des letzten Samstags für unseren offenen Coburger BoulderCUP genutzt und die Außenwand des Kletterzentrums fürs Bouldern umgebaut. Jeweils einer der vier Finalboulder für Damen und Herren war direkt an dieser Außenwand geschraubt und ein weiterer direkt daneben, vor der großen Schiebetür des Boulderbereichs. So hatten die vielen begeisterten Zuschauer mehr Platz als sonst und freien Blick auf die Athleten. Dazu die beleuchtete Veste im Hintergrund und die Boulderer im Lichtkegel eines Verfolgers, Atmosphäre und Stimmung hätten nicht besser sein können.

Der gelungene Tag hatte schon früh am Morgen begonnen, mit dem Kids-Cup, der sich weiter steigender Beliebtheit erfreut. 115 Kids waren am Start, etwa die Hälfte davon Gäste. Ganz Bayern war vertreten, sogar ein Mädels-Team aus München war per Bahn angereist, um sich mit den Freundinnen aus Coburg - man trifft sich ja regelmäßig bei den Bayernwettkämpfen - zu messen.

Die 115 StarterInnen mussten sich zunächst zweieinhalb Stunden lang an 11 Hauptrundenbouldern beweisen, die das Jugendleiterteam an den Vortagen für die Kids kreiert hatte. Die Boulder haben besser gepasst als auf manchem 'offiziellen' Wettkampf. Auf jeden Fall gab es nach der Vorrunde eindeutige Ergebnisse und wenig Punktgleichheiten in den sechs Startklassen (Jgd D, C und B - jeweils Mädels und Jungs). Die jeweils sechs Punktbesten zogen in die Jugenfinals ein, die pünktlich um 12:30 Uhr starten konnten. Die drei Finalbouldern pro Startklasse durften 30 Minuten lang probiert werden.

In vier der sechs Finals hatten am Ende die Gäste die Nase vorn. Bei den D-Mädels ganz knapp Kattharina Plewa aus Erlangen vor Antonia Gückel aus Coburg. Bei den C-Mädels die ganz starke Johanna Seidel aus München, vor Jetta Hogrebe (Coburg) und Melike Rappmund (München), die gemeinsam Platz 2 belegten. Hier waren uns die Finalboulder etwas zu leicht geraten, die drei Erstplatzierten konnten alle drei im ersten Versuch klettern und das Vorrundenergebnis musste entscheiden. Bei den B-Mädels verpasste Kathi Ruckdäschel aus Coburg den Sieg nur um einen Versuch, ganz vorne landete Hannah Sixt aus Freising. Bei den C-Jungs hatte es mit Leopold Gerner nur ein Coburger ins Finale geschafft. Er kletterte dann mit zwei Tops auch aufs Treppchen, zwei Jungs aus Erlangen waren knapp besser, aufgrund der geringeren Anzahl Versuche. Bei den B-Jungs war diesmal zur Freude des Trainerteams ein Coburger ganz vorn. Salvador Knauer zeigte im Finale drei absolut überzeugende Tops, was keinem weiteren Teilnehmer gelang. Einen weiteren Heimsieg gab es bei den D-Jungs. Hier ließ der Favorit Ben Ruckdäschel, der schon in der Vorwoche in Rosenheim bewiesen hatte, dass er in Bayern zu den Stärksten seiner Altersklasse gehört, keine Zweifel aufkommen und kletterte alle drei Finalboulder im ersten Versuch.

Ab 14:00 Uhr durften dann die knapp über 100 StarterInnen der Erwachsenen bzw. alle ab Jahrgang 2003 ran. 25 Boulderprobleme waren zu lösen und es durften auf dem Laufzettel nicht allzu viele davon fehlen, um am Ende ins Finale der besten Sechs einzuziehen. Unser Coburger BoulderCUP soll für alle boulderinteressierten etwas bieten, deshalb ist das Schwierigkeitsspektrum in der Hauptrunde breit gefächert, von gemäßigt leicht bis richtig schwer. Der Nachmittag verlief trotz der hohen Teilnehmerzahl sehr harmonisch und relaxt, auch hier hat die Entzerrung in den Außenbereich sehr geholfen. Im Prinzip ist unser Kletterzentrum nämlich nicht für einen derartigen Ansturm ausgelegt.

Das Organisationsteam, unterstützt von vielen Ehrenamtlern, u.a. der Seniorenklettergruppe, betreibt für den BoulderCUP hohen Aufwand: Beide Boulderbereiche werden komplett ausgeschraubt, der Kletterbereich wird mit Weichbodenmatten ausgestattet und ebenfall bis in 4m Höhe von allen Griffen befreit. Alle Griffe werden gereinigt und zusätzlich neue Griffe und Wandelemente beschafft. Das Schrauberteam hat dann 4 Tage Zeit, um die ca. 50 Wettkampfboulder nach einem bis ins Detail ausgetüftelten Plan zu installieren. Zur Unterstützung werden zwei Schrauber-Profis geholt, die sich vorrangig um die richtig schweren Sachen und die Finalboulder der Erwachsenen kümmern. In diesem Jahr waren das Hans Radetzki aus Erlangen und Markus Härtl aus Augsburg.

Wie schon in den letzten Jahren ist es dem Team sehr gut gelungen spektakuläre und perfekt auf das StarterInnenfeld zugeschnittene Finalboulder zu bauen. Die FinalistInnen haben für die Finalaufgaben jeweils 4 Versuche, die abwechselnd absolviert werden.

Kein Finalboulder blieb am Ende unbezwungen. Bei den Damen überzeugte Lokalmatadorin Sofie Paulus mit vier Tops im ersten Versuch. Auf den Plätzen zwei und drei folgten mit jeweils drei Tops Julia Schwarz aus Bayreuth und Leonie Muth aus Kempten. Die beiden anderen Coburger Finalistinnen Verena Roos und Alina Reinhart durften nach wirklich tollen Leistungen in der Vorrunde mit den Plätzen fünf und sechs zufrieden sein.

Im Herrenfinale boulderte sich einer der beiden Coburger Finalisten Max Dorscht mit einem souveränen Top in Boulder Nummer Eins aufs Treppchen. Urs Leuthäusser verpasste dieses Top knapp und landete am Ende mit drei erreichten Zonen (Zwischenwertung für halben Boulder) auf Platz fünf. Den Sieg machten die beiden Favoriten Maxi Zwicklbauer aus München und Peter Würth aus Erlangen unter sich aus. Bis zum letzten Boulder blieb der Zweikampf hoch spannend. Beide konnten Boulder eins bis drei souverän toppen, Maxi brauchte dafür 2 Versuche mehr als Peter. In Boulder vier spielte Peter dann seine Weltcuperfahrung voll aus und löste als Einziger dieses wirklich knifflige Problem.

Die zahlreichen Zuschauer im Kletterzentrum waren von beiden Finalrunden begeistert. Es gab viel Lob für die Qualität der Boulder und das Gesamtevent, inklusive Pizza-Versorgung und anschließender Party.

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