Klettern

Regeln - Routen - Spektrum

Verantwortung und Sicherheit

Mit dem Eintritt in die Halle erkennt ihr die unten stehende Benutzerordnung an!
Bitte beachtet die hier dargestellten Regeln akribisch. Dann ist das Hallenklettern sicher - für euch und die anderen! Sollte euch im Verhalten von anderen Kletterern etwas auffallen, das nicht sicherheitskonform ist, scheut Euch nicht das anzusprechen. Fehler kann man nur abstellen und vermeiden, wenn man sie kennt.
Die Unfallstatistik der letzten Jahre zeigt ganz deutlich: die unumstößlich wichtigsten und wirksamsten Präventivmaßnahmen sind Partner- und Selbstcheck vor jedem Start. Daran müssen wir alle - immer und immer wieder - denken, egal ob blutiger Anfänger oder Experte mit jahrzehntelanger Erfahrung.
Alle anderen hier aufgeführten Regeln sind gleichermaßen wichtig und jeder Kletterer muss sie alle kennen. Ein häufig nachgefragter und durchaus problematischer Punkt sei hier nochmals speziell erwähnt:

Zu großer Gewichtsunterschied

Ein großer Gewichtsunterschied zwischen Sicherer und Gesichertem (bei Vorstiegssicherung max. 20%, im Toprope max. 50%) birgt hohes Risikopotential - insbesondere wegen der in der Halle meist sehr geringen Seilreibung. Entweder es drohen Kollisionsunfälle oder der bzw. die Sichernde wird bis zur ersten Zwischensicherung hochgerissen und droht dabei die Bremsseilkontrolle zu verlieren, insbesondere bei Verwendung eines dynamischen Sicherungsgeräts.
Sandsäcke als Ballast müssen mit großer Um- und Vorsicht eingesetzt werden, da der Sichernde dadurch an seinem Standort festgepinnt ist und sich nicht aus dem Fallraum bewegen kann. Besonders die Kombination Tube und Sandsack bei geringerem Körpergewicht ist fatal. Denn die Handkraft korreliert mit dem Körpergewicht. Ob ein schwerer Vorsteiger dann ohne die Körperdynamik noch gehalten werden kann, ist fraglich.
Deshalb: Auf jeden Fall muss bei großem Gewichtsunterschied der leichtere Kletterer mit einem Halbautomaten sichern.
Das optimale Hilfsmittel ist das Ohm (Stand der Technik 2017). Es wird in den ersten Sicherungspunkt eingehängt und erhöht die Seilreibung so stark, dass ein leichter Sicherer den schweren Vorsteiger ohne Probleme halten kann.
Auch beim Ohm gilt, wie bei allen Sicherungsgeräten: Bedienungsanleitung genau lesen, und sich genau über die Verwendungsvorschriften informieren. Wir empfehlen sich von einem geübten Benutzer einweisen zu lassen.
Eine weitere, bessere Alternative als der Sandsack, ist der Z-Clip.Dazu hängt man den ersten Haken der Nachbarroute mit ein (am besten mit einer selbst mitgebrachten Exe). Stürzt der schwere Vorsteiger, wird das Seil in den beiden ersten Haken stark umgelenkt. Aufgrund der Seilreibung kommt beim Sichernden weniger Sturzenergie an.
Grundsätzlich: Seilschaften mit großem Gewichtsunterschied sind verpflichtet Vorsorge zu treffen. Ein Ohm kann an der Theke ausgeliehen werden.

Schwierigkeitsspektrum und Bewertung

Das Schwierigkeitsspektrum unserer Routen folgt seit Jahren etwa folgender Verteilung:
Wir versuchen die Bewertung realistisch zu halten und dabei Kontinuität zu wahren. Eine Inflation bei den Schwierigkeiten (wie in anderen Hallen gesehen) möchten wir nicht, auch weil das langfristig nicht funktioniert. (Man wird ja nicht dadurch besser, dass die Routen leichter bewertet werden.)

Wir orientieren uns - so schwer das ist - an typischen (allseits bekannten) Felsrouten, z. B.:
Brothers in Arms, Rote Wand - 8
Knupper, Rote Wand - 7+
Goreki, Rote Wand - 6+
Denkt daran, dass die Schwierigkeitsbewertung ein Vorschlag ist. Jeder kann es anders empfinden, da ja auch jeder andere Stärken und Schwächen hat. Die Diskussion über die Zahl an sich ist so beliebt wie zweckfrei. Hauptsache die Routen machen Spaß und stellen Euch vor entsprechende Herausforderungen.
Die Bewertung ist in Wand- und Dachteil getrennt. Die Bewertung des Daches bezieht sich jeweils auf den Rotpunkt-Durchstieg der gesamten Route! Falls auf dem Routenschild nicht anderes angeben, gelten Wandstrukturen und Volumen grundsätzlich zu allen Routen dazu.
Euer Hallenteam

Unsere Hallenordnung

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Sie sorgen dafür, dass sich die Aktiven im Kletterzentrum wohl fühlen und so sicher wie
zufrieden klettern können:

Team Deadpoint Emotions

Anika Wicklein + Markus Weidner
seit 2017 für unsere Kletterrouten verantwortlich
in 2 DAV-Schrauberlehrgängen haben sie das nötige Knowhow aufgebaut

Spezial-Hubsteiger - Lieblingsspielzeug unserer Schrauber-Crew

das griff-Sortiment hat hohen Anteil an der Qualität der Routen - wir investieren hier kontinuierlich